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Allgemein PEOPLE

25 Jahre Unterstützung für Hamburger Kinder und Jugendliche: Die BUDNIANER HILFE e.V. feiert Jubiläum

Sie ist inzwischen eine soziale Institution Hamburgs geworden, von der viele Menschen profitieren: Die  BUDNIANER HILFE e.V. fördert seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert Projekte für junge Menschen in der Hansestadt und der Umgebung. 1997 wurde sie von einigen Mitarbeitern des Drogeriehändlers Budni und der Unternehmerin Gabriele Wöhlke gegründet. Mit rund 6,5 Millionen Euro an Spenden von Kunden und Industriepartnern konnte in dieser Zeit Nachbarschaftshilfe geleistet werden. 

Festakt und Preisverleihung

Der feierliche Anlass wurde gebührend im Ernst-Deutsch-Theater mit rund 180 Gästen begangen. Viele Hamburger Persönlichkeiten waren dabei und würdigten die Arbeit des Vereins, unter anderem Carola Veit, die Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anke Harnack und Yared Dibaba. Schauspielerin und Autorin Lilli Hollunder-Adler und DJ Kai Schwarz präsentierten sich erstmals als offizielle Budnianer-Hilfe-Botschafter. Zudem gab es eine Talkrunde der Vorsitzenden Julia und Gabriele Wöhlke, darüber hinaus wurden im Rahmen der Feier die Gewinnerprojekte des Nachbarschaftspreises zum 25. Jubiläum geehrt.

Ein unterhaltsames Musikprogramm und eine Überraschung 

Neben Cord Wöhlke, dem Mitbegründer der Budnianer Hilfe e.V., waren auch einige Prominente anwesend.  Darunter waren etwa die HSV-Handballer Casper Ulrich Mortensen, Johannes Bitter und Dani Baijens. Schauspielerin Andrea Lüdke, Musicaldarsteller und Schauspieler Brix Schaumburg ebenso wie Gloria Boateng. Mit einem Buffet war für das kulinarische wohl der Besucher gesorgt, und auch Entertainment wurde geboten: Es traten Schauspieler:innen des Improvisationstheaters „Steife Brise“ und der Gesangskurs „All Tones“ des  Jugendkunsthauses „Esche“ auf. Als Überraschungsgast kam die aus der Hansestadt stammende Sängerin Zoe Wees dazu, die inzwischen auch auf dem internationalen Parkett erfolgreich ist.

 

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PEOPLE

Ab in die Boote – elf Hamburger Unternehmen an Bord beim neunten Wi mook dat!-Aktionstag am 15. September 

Beim Wi mook dat!-Aktionstag am 15. September hieß es für den guten Zweck: Raus auf die Alster, ab auf den Ponyhof oder rein in die Werkstatt und sammeln, streichen und buddeln, was das Zeug hält. Elf Hamburger Unternehmen mit 16 Teams tauschten zu diesem Anlass den Computer und das Telefon gegen Paddel und Greifzange, Gummistiefel sowie Spaten oder Malerpinsel und Hammer. 

Unternehmer packen mit an

Insgesamt 250 Mitarbeiter der elf teilnehmenden Unternehmen haben 1.650 Arbeitsstunden für gemeinnützige Projekte geleistet. Zusätzlich wurden rekordverdächtige 23.950 Euro für Materialien gespendet, die am Aktionstag verarbeitet wurden.

„Im dritten Jahr der Pandemie und mit einem Krieg in Europa, hat der Wunsch, sich zu engagieren, in den Unternehmen und den Belegschaften spürbar zugenommen“, berichtet Wi mook dat!-Sozialunternehmerin Martina Sander. 

Einsatz für die Gesellschaft und die Umwelt

So setzten die teilnehmenden Firmen mit ihrem Engagement ein positives Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, leisteten ganz konkrete Hilfe für soziale Einrichtungen und Umweltschutz-Projekte und förderten quasi nebenbei Teamzusammenhalt und Unternehmenskultur. Der Wi mook dat!-Aktionstag ist ein Projekt von MAKING SENSE und der Initiative SANDER macht SINN.

Oberstraße 18, 20144 Hamburg
Telefon: 040/389 86 58 
www.wimookdat.de

E-Mail: hallo@wimookdat.de

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KUNST / KULTUR PEOPLE

Nicht nur in München ist „o´zapft“: Hamburgs größtes Oktoberfest in Wandsbek ist eröffnet

Das bekannteste Oktoberfest findet sicherlich in München statt, doch man muss nicht in die bayerische Metropole reisen, um die typische Feier-Atmosphäre zu erleben. Auch das größte Hamburger Pendent öffnet im Herzen des Bezirks Wandsbek DJ Robert Laube und Entertainer
Jack Gelee ebenso wie die Band Alarm seine Tore beziehungsweise sein Zelt. Zum Start gehörte auch hier der traditionelle Fassanstich dazu, zu dem sich der Veranstalter Christian Kostiuk von der Kostiuk Gruppe, Holger Gnekow als Vorsitzender der City
Wandsbek e.V.
, der auch Inhaber der Adler Apotheke ist, sowie Frank Klüter als stellvertretender Vorsitzender City Wandsbek e.V.  und Centermanager des Einkaufszentrums Quarree einfanden. Zusammen mit Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff öffneten sie das Bierfass und läuteten so die „Gaudi“ ein.

Auch in Norddeutschland herrscht Feierstimmung

 Dass man nicht nur im Süden zu feiern versteht, zeigten bereits die zahlreichen Besucher, die sich zum Beginn der Festlichkeiten auf dem Wandsbeker Marktplatz einfanden. Auch einige Prominente ließen es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen. Dazu gehörten unter anderem Car Classic Event-Managerin Birte Ballauff, Unternehmerin Susanne Korden mit Partner Horst König und die Klarinettistin Sabine Grofmeier. Auch die Moderatorinnen Ilka Groenewold und Kristin Zirnsak, Ex-Bachelor-Kandidatin Janika Jäcke gemeinsam mit dem DJ Kai Schwarz sowie die Influencerin Jetty waren mit von der Partie.

Buntes Programm zum Auftakt

 Ex-Fußballnationalspieler Thomas Helmer nach dem Besuch eines Tennismatches im Stadion am Rothenbaum kam am Abend vorbei, als die Stimmung schon auf dem Höhepunkt war: Bei Brezeln, der ein oder anderen Maß Bier und anderen zünftigen Schlemmereien wurde den Gästen ein abwechslungsreiches musikalisches Lineup geboten. Am Eröffnungstag der diesjährigen 14. Ausgabe der „Wandsbeker Wiesn“ traten der DJ Robert Laube und Entertainer Jack Gelee ebenso auf wie die Band Alarm. Für die Jüngsten ist mit einem Kinderkarussell, Zuckerwatte und weiteren Leckereien gesorgt. Bereits beim letzten Fest vor der coronabedingten Pause zeigten sich die etwa 20.000 Besucher in Feierlaune, und in diesem Jahr geht es den Gästen offenbar nicht anders. Die Party geht noch bis zum 02. Oktober weiter.

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Hamburgs Hotspots PEOPLE

Hamburg kommt wieder auf den Geschmack: Das „Casse-Croûte“ ist zurück

Die Hamburger Gastronomielandschaft ist wieder um ein Highlight reicher: Das beliebte Restaurant „Casse-Croûte“ ist wieder da. Zu diesem Anlass hatten Geschäftsführerin Nina Strathmann
und Restaurantleiter Michael „Haggy“ Haak zu einer rauschenden Party geladen. 700 Gäste wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen, darunter auch zahlreiche Prominente. Die neue Location im ABC-Forum war dabei entscheidend, wie Nina Strathmann erklärt: „Als feststand, dass die Gänsemarkt-Passage abgerissen wird, mussten wir handeln. Für uns
war es wichtig, dass wir in der Innenstadt bleiben. Mit unserem neuen Standort im ABC-
Forum ist es uns gelungen!“.

Stars lassen es sich schmecken

Die neuen Räumlichkeiten im Herzen der Hansestadt bieten nun rund 80 Sitzplätze, im Außenbereich finden zudem noch 60 Personen Platz. Der Name „Casse-Croûte“ bedeutet auf Französisch umgangssprachlich „einen kleinen Snack miteinander genießen“, wie Michael Haak, erläutert, und in diesem Sinne bekamen die Gäste klassische Gerichte wie Wiener Schnitzel oder Königsberger Klopse serviert. Zum kulinarischen Angebot gehörten auch eine Champagner- und eine Austernbar, an denen sich die prominenten Besucher ebenfalls gerne bedienten. Zu ihnen gehörten unter anderem die Unternehmerin Dana Schweiger, Tageschausprecher André Schünke, die Moderatorinnen Jule Gölsdorf und Susanne Böhm sowie das Let’s Dance-Paar Patricija und Alexandru Ionel. 

Kulinarische Klassiker mit einem modernen Twist

Natürlich wollten auch Gastronomen wie Dirk Kowalke und Pius Regli bei der Neueröffnung des „Casse-Croûte“ dabei sein, um zu sehen, was die Küche dort zu bieten hat. Mit dem neuen Standort gingen auch ein paar Änderungen auf der Speisekarte einher. Die Gänse und Enten, für die das Lokal bekannt ist, sollen im Winter weiterhin angeboten werden, ansonsten finden die Gäste neuerdings ein größeres Angebot an veganen und vegetarischen Speisen. So dürfte jeder Feinschmecker das passende Gericht dabei sein.

Casse-Croûte Gastronomie
ABC-Straße 44-46
20354 Hamburg
Tel.: 040 /34 33 73

www.casse-croute.de
E-Mail: info@casse-croute.de

 

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Hamburgs Hotspots PEOPLE

Party im Möbelhaus: „Die Wäscherei“ feiert ihr 25-jähriges Bestehen

Eine Feier in einem Möbelhaus? Was zunächst einmal etwas unkonventionell wirken mag, ist auf den zweiten Blick durchaus passend. Schließlich handelt es um ein Geschäft, das in einem Vierteljahrhundert zu einer Hamburger Institution in der Branche geworden ist: „Die Wäscherei“ beging ihr 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass lud Geschäftsführer Michael Eck in die Hauptfiliale in der City Nord ein und stieß damit auf große Resonanz: Etwa 350 Gäste wollten sich das Event nicht entgehen lassen.

Von der Wäscherei zum Möbelimperium

Alles begann in einer alten Wäscherei in der Winterhuder Jarresstraße mit dem Ziel, den Möbelkauf zu etwas besonderem zu machen und spannender zu gestalten. Inzwischen gibt es in der Hansestadt drei Standorte der „Wäscherei“, der neueste wurde erst kürzlich im Hamburger Hof eröffnet. Nun wurde das Jubiläum gebührend auf 8.000 Quadratmetern mit zwei Terrassen gefeiert, unter anderem sorgten sechs DJs und Dance-Performer für Unterhaltung. Die Besucher konnten sich derweil mit Fingerfood und Drinks stärken. 

Promi-Gäste und Überraschungen zum „Geburtstag“

Die bunte Mischung an Gästen war ein deutliches Zeichen für die Beliebtheit der „Wäscherei“. Zahlreiche bekannte Gesichter aus dem Showbusiness und der Wirtschaft hatten sich eingefunden, so etwa Moderatorin Verena Kerth, die extra aus München angereist war, oder Sänger Marc Terenzi. Aber auch Tagesschausprecher André Schünke ließ es sich nicht nehmen, auf der Party vorbeizuschauen. Präsentiert wurde der Abend von RTL-Moderatorin Susanne Böhm. Auch Schauspielerin Tokessa Martinius, die „Let’s-Dance“-Profis Patricija und Alexandru Ionel sowie Beraterin Mignon Kowollik feierten, neben vielen anderen, mit. Für eine Überraschung sorgten dann noch Tamasi Usojan, Chef des Taschen-Unternehmens VAMENIA, der Michael Eck eine Waschmaschine als Kunstwerk als Geschenk überreichte, und Burlesque-Künstlerin Belle La Donna, die aus einer Torte sprang.  Der große Zuspruch rührte Michael Eck sehr: „Ich freue mich wirklich, dass viele Freunde der „Wäscherei“ heute Abend dabei sind. Ob es Lieferanten, Weggefährten, aber auch viele unserer Mitarbeiter*innen sind. Heute Abend soll gefeiert werden und ich möchte einfach danke sagen, für die tollen 25 Jahre!“, erklärte er. Die Gäste amüsierten sich offenbar prächtig, denn die Party ging noch bis tief in die Nacht.

Die Wäscherei
Mexikoring 27-29
22297 Hamburg
Tel.: 040 / 271 507 0

www.die-waescherei.de
service@die-waescherei.de
www.facebook.com/waescherei
www.instagram.com/die_waescherei

Die Wäscherei – Das Möbelhaus ist seit 25 Jahren die Hamburger Institution für ausgefallene Einrichtungsideen. Auf über 8.000 qm Ausstellungsfläche außergewöhnliche Designermöbel in einem unverwechselbaren Stil – von großen Marken wie Bretz oder Rolf Benz bis zu kleinen Marken und jungen Newcomern. My Mexiko City hat sich als ehemaliges Outlet zu einem jungen Möbelspezialisten mit eigenem Programm und jungen Möbeltrends entwickelt. Dank Direktvertrieb sind die Sofakollektionen, Tische und Lampen hier bewusst unterhalb marktüblicher Preise kalkuliert. Zusätzlich jetzt neu in der Hamburger Hof Passage Bullfrog by Die Wäscherei, auf rund 200 qm werden hier die neusten Trends des Möbelhersteller gezeigt, die hier in Deutschland gefertigt werden.

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PEOPLE

Vom Zauberer, Redakteur zum Tagesschausprecher.

 „Spontan wechselte er ins ernste Fach und moderierte die Tagesschau“ – das schrieb eine große deutsche Boulevard-Zeitung kürzlich über André Schünke. Darauf angesprochen, muss der blonde Wahl-Hamburger schmunzeln. „Ich schreibe und moderiere seit über 20 Jahren Nachrichten in Radio und Fernsehen – und habe MANCHMAL eine Nebenrolle in einer Radio-Comedy“. Tatsächlich spricht Schünke mit leichtem Ruhrpott-Dialekt den „Bernhard“ in der Radiopreis-gekrönten Comedy „Wir sind die Freeses“ bei NDR2. Allerdings nur alle paar Monate mal. Sonst ist der 42jährige vor allem ein Nachrichten- Profi. Von einem Wechsel ins ernste Fach kann deshalb keine Rede sein. Spontan war sein Auftritt in der berühmten 20 Uhr-Ausgabe der tagesschau im ERSTEN dennoch. Es war der 25. November 2021: Eine Weile vor Beginn der Sendung hatte sich angedeutet, dass es offenbar ein Problem im Einsatzplan der Sprecherinnen und Sprecher gab. Der eigentlich eingeplante Kollege wusste offenbar nichts von seinem Einsatz. „Doch die endgültige Entscheidung, dass ich kurzfristig einspringen soll, fiel erst gut eine Viertelstunde vor der Sendung“, berichtet Schünke. Da sei er noch ganz ruhig geblieben. Doch als ihm Redakteurinnen und Redakteure auf dem Weg zum Studio dann aufmunternd auf die Schulter klopften, sei der Puls doch langsam gestiegen. Fast kam er sich vor, wie ein Boxer auf dem Weg in den Ring.

„Da geht einem ganz schön die Pumpe!“

„Ich stand zwar schon hundertmal im tagesschau-Studio, aber für ‚die 20 Uhr‘ fühlt es sich doch anders an. Man spürt die Millionen Zuschauer. Da geht einem ganz schön die Pumpe.“, schrieb Schünke hinterher auf Twitter. Erst, als Begrüßung und erste Moderation geschafft waren und der erste Beitrag lief, habe der Puls sich beruhigt. In der Verabschiedung brachte er sogar seine persönliche Formulierung unter und wünschte den Zuschauerinnen und Zuschauern keinen „guten“, sondern einen „angenehmen Abend!“. Das hätte auch nach Hinten losgehen können, doch: Nach der Sendung passierte der ARD, was ihr sonst selten geschieht: Es hagelte Lob! Die Verantwortlichen sprachen hinter den Kulissen gar von einem „regelrechten Candystorm“. Kaum eine Zeitung, die nicht sofort online oder spätestens am nächsten Tag lobend über Schünkes Spontan-Einsatz schreibt. Die Süddeutsche fordert gar in ihrer Überschrift „Schünke, übernehmen sie!“.

Für den Wahl-Hamburger fühlt sich das an wie ein Ritterschlag: „Dass jemand so etwas Nettes über sie schreibt, dafür hätten andere Geld bezahlt“, lacht der 42jährige. Dabei geht es ihm nicht um seine Person, sondern darum, gut recherchierte Nachrichten für jede und jeden verständlich zu transportieren. Kaum ein Norddeutscher, der seine Stimme nicht aus dem Radiosender NDR2 kennt. Seit über 5 Jahren ist Schünke auch im TV zu sehen: Aktuell im nachtmagazin im ERSTEN, bei „NDR Info“ im NDR Fernsehen und vor allem

 beim ARD-Nachrichtensender tagesschau24, der aus den blauen Studios der tagesschau in Hamburg Lokstedt sendet. Gerade ist die ARD dabei, den Kanal weiter auszubauen. Die ARD-Intendantinnen und Intendanten wünschen sich eine Art „deutsches CNN“. Und da ist Schünke genau der richtige Mann im Studio: Schnell, aber trotzdem erfahren und besonnen.Von Effekthascherei hält Schünke wenig, das wird im Gespräch mit dem ausgebildeten Journalisten schnell deutlich. „Be first – but first be right“, dieses alte tagesschau-Motto hat er sich im Laufe seiner Karriere immer mehr zu eigen gemacht. „Die Welt ist kompliziert – deshalb liebe ich es, Fragen zu stellen. Meine Lieblingsfrage ist ganz kurz – und hilft immer: Warum?“ Dabei wäre der gebürtige Lübecker fast beim Zirkus gelandet! „Als Kind wollte ich noch Zauberer oder Zirkusdirektor werden, doch mein artistisches Talent hielt sich in Grenzen“, sagt der 42jährige und lächelt. Als Teenager dann wurde schnell klar: Schünke wollte Moderator werden. „Und das ist ja im Grunde manchmal wie im Zirkus“, grinst Schünke. Mit 17 schrieb er schon seinen ersten Zeitungsartikel, mit 19 begann er seine Ausbildung beim Radio. Erst später studierte er – immer parallel zum Schichtdienst – Politikwissenschaften und digitialen Journalismus. Doch neben all der Arbeit im Schichtdienst liebt Schünke auch die schönen Seiten des Lebens: Theaterbesuche, Familie, Freunde, Sport und: Bunte Socken! Auf Instagram (@andreschuenke) zeigt er den Nutzerinnen regelmäßig, was er im Tagesschau-Studio „untenrum trägt“: Ob bunte Punkte, Streifen, Palmen, Tiere, Kekse oder Burger: Hauptsache farbenfroh, lautet das Motto. An die hundert Paare füllen in Schünkes Zuhause am Rand von Eimsbüttel mittlerweile fast drei große Schubladen. „Die coole Socke von der Tagesschau“, schrieb die BILD-Zeitung kürzlich. Nach Ausbruch des Ukraine-Krieges unterbrach Schünke die liebgewonnene „Tradition“ erschien ihm irgendwie nicht mehr angemessen. Doch die Reaktion der Mehrheit der Zuschauer war eindeutig, so Schünke: „Dutzende haben mir geschrieben, dass sie gerade jetzt ein wenig Buntes vermissen. Ich möge doch bitte weitermachen.“

TitelBild: NDR_Thorsten_Jander

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Julien Backhaus erklärt den Bullshit unseres Lebens

Alte Glaubenssätze über Bord werfen

Wer kennt sie nicht, die Sätze, die unsere Kindheit prägten: Sei immer höflich, Eigenlob stinkt, Höre auf Menschen mit Lebenserfahrung, Keine Widerworte! Sätze wie diese und noch viele weitere sind in unseren Köpfen hängen geblieben und nicht selben bestimmen sie noch heute wie wir denken, fühlen und handeln – und das, obwohl wir längst erwachsen sind.

Julien Backhaus, einer der jüngsten deutschen Medienunternehmer und Verleger. In seinem neuesten Buch „Bullshit Rules“ entlarvt er 50 dieser beliebten Glaubenssätze und fordert dazu auf, sie zu brechen, um mehr Erfolg zu haben. In etlichen Gesprächen mit Spitzensportlern, Showgrößen und Superreichen hat er die Prinzipien herausgearbeitet, die nicht nur diese Menschen zu dem gemacht haben, was sie sind, sondern auch ihn selbst auf seinem Weg zum Erfolg entscheidend geprägt haben.

Der 35-Jährige ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat von klein auf gelernt, dass Erfolg nicht von alleine kommt. Er hat einen Realschulabschluss und gründete mit 18 Jahren sein erstes Unternehmen. Sein Buch „Bullshit Rules – 50 Regeln, die sie brechen müssen, um Erfolg zu haben“ richtet sich an Unternehmer, Angestellte und alle Menschen, die ihr Leben erfolgreich gestalten möchten. Während seiner Gespräche mit erfolgreichen Prominenten stellte Backhaus fest, dass viele von ihnen nicht den gängigen Regeln folgten und dass genau diese „Regelverstöße“ für ihren Erfolg maßgeblich sind.

Backhaus analysiert gängige Lebensweisheiten wie „Denke positiv!“ oder „Halte dein Geld zusammen!“ und kommt dabei dem Irrglauben auf die Schliche, der dahintersteckt. Er ermutigt seine Leser, mit jeder einzelnen dieser Regeln zu brechen – und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Foto: Oliver Reetz

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PEOPLE

Jule Gölsdorf macht keine halben Sachen

Einmal quer durch die Medienlandschaft 

Die Journalistin Jule Gölsdorf ist ein echtes Naturtalent. Einem breiten Publikum dürfte die Hannoveranerin insbesondere als Moderatorin der Nachrichten im Sat1-Frühstücksfernsehen bekannt sein. Doch auch bei NDR Info oder Bingo! im norddeutschen Rundfunk ist die sympathische Allrounderin nicht mehr wegzudenken. Wie wandlungsfähig sie ist, stellte sie schon früh unter Beweis. Ihre Fernsehkarriere hat nach ihrem abgeschlossenen Politik-Studium nämlich eigentlich im Kinderfernsehen begonnen. Bei der Sendung „logo!“ präsentierte sie die ZDF Kindernachrichten und wurde dafür sogar mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sie moderiert diverse TV- und Radiosendungen, Diskussionsrunden, Veranstaltungen und Sportevents. Zudem vermittelt sie Führungskräften mit ihren Coachings und Vorträgen, auf was es im Business wirklich ankommt. Selbst als Autorin ist Jule Gölsdorf erfolgreich. Sie veröffentlichte zwei Kriminalromane, diverse Sachbücher und arbeitet bei unterschiedlichen renommierten Magazinen als freie Autorin. Zudem betreibt sie erfolgreich einen Podcast über Haustiere. Wir haben uns mit Jule Gölsdorf unterhalten und schnell gemerkt, dass diese Frau mit ihren Ideen noch lange nicht am Ende ist.

 

Frage: Nachrichten bei Sat1 und NDR Info, ein Quiz bei Bingo!, ein Podcast über Haustiere und ihre Promis, Krimis, die in Monaco spielen – Sie lassen sich schwer in eine Schublade stecken?

Jule Gölsdorf: Das stimmt, aber das Leben ist ja auch nicht schwarz-weiß, auch das der Zuschauer nicht! Wir alle haben unterschiedliche Interessen, die mal hochtrabend und mal seicht sind. Ich liebe Sendungen wie das „Heute Journal“ oder „Maischbergers Woche“, lese „Spiegel“, „Die Zeit“ und viele Sachbücher. Aber ich mag auch die „Bunte“, Quizshows oder auch mal ein Reality-Format. Ich denke, dem Zuschauer geht es genauso und er kann das auch unterscheiden. Natürlich sollten die Dinge, die man tut nicht komplett gegensätzlich sein. Bei mir geht es immer um die Inhalte. Ob das Politik und Wirtschaft in den Nachrichten sind, Umweltthemen bei Bingo, gesellschaftspolitische Themen in den Krimis oder leichtere Themen, die viele Menschen beschäftigen, zum Beispiel Haustiere. Im Kern bin ich eine Journalistin, die vielfältig interessiert ist!

Frage: Und eine Journalistin, die viel vor der Kamera steht?!

JG: Zur Zeit schon, das stimmt. Es gibt einfach viel zu moderieren! (lacht) Aber die Moderation ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Dahinter steckt viel redaktionelle Vorbereitung. Ich sage immer: Ich bin erst Journalistin und dann Moderatorin – und ich mag auch die Bezeichnung Nachrichtensprecherin nicht. Ich bin ja keine Vorleserin, ich arbeite in jedem meiner Jobs redaktionell, habe Einfluss auf Inhalte, schreibe Moderationen und Interviews selbst und weiß daher, wovon ich spreche. Aber klar: Ich liebe den Part vor der Kamera und mag mich auch nicht dafür entschuldigen.

Frage: Mussten Sie das schon?

JG: Naja – manchmal schwingt in den journalistischen Redaktionen ein Hauch von „Moderation ist ein notwendiges Übel“ mit. Und dann sollte man als Journalistin natürlich auf keinen Fall zu gut aussehen oder sich gar zu sehr mit der Optik beschäftigen. Weil: man sollte  ja die Nacht hart recherchiert haben und sich mit Augenringen vor die Kamera schleppen. (schmunzelt) Das ist manchmal schon etwas schräg. Ich habe Politik studiert, mein journalistisches Handwerkszeug hinter der Kamera gelernt, Beiträge und Erklärstücke produziert, habe mein ganzes Berufsleben lang politische Magazine moderiert, war als Reporter im Flüchtlingcamp in Jordanien, im Katastrophengebiet in Fukushima oder auf der NGO Peaceboat und dann reden die Leute über meine Schuhe oder zu schöne Fotos auf Instagram.

Frage: Wie wichtig sind die sozialen Medien für Nachrichtenjournalistinnen?

JG: Wichtig, weil es einfach dem Zeitgeist entspricht. Dort zeigen sich Trends und Themen, die die Menschen beschäftigen. Und sie sind eine Möglichkeit, mit den Zuschauern direkt zu kommunizieren.  Das eröffnet Möglichkeiten, die es früher nicht gab. Aber klar, es ist auch eine oberflächliche Welt – und auch eine, die durch den Algorithmus zum Teil ungünstig zugespitzt wird. Das muss man einordnen können. Und die vielen Filter erschaffen ein neues Bild von Schönheit und erzeugen Druck. Das ist nicht gut! In Norwegen müssen retuschierte Bilder gekennzeichnet werden, das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Frage: Wie wichtig ist Schönheit denn für Sie?

JG: Im Kern geht es mir eher um Gesundheit. Ich ernähre mich hauptsächlich vegetarisch, mache Sport und gehe regelmäßig auf Ayurveda-Kuren. Ich mag das Konzept des Ayurveda, weil es den Mensch ganzheitlich betrachtet und eher Gesundheit erhalten und Krankheiten verhindern will, als sich erst mit ihnen zu beschäftigen, wenn sie da sind. Aber die Optik spielt in meinem Beruf natürlich eine Rolle, da müssen wir uns nichts vormachen. Männer sind nach wie vor nicht nur häufiger im TV zu sehen, sondern auch länger. Graue Haare sieht man bei Männern häufig, bei Frauen kaum – da muss sich noch einiges verändern. Ich hoffe, dass ich es noch erlebe, dass Frauen so wie Männer im Fernsehen altern dürfen. Aber grundsätzlich mache ich mir natürlich darüber Gedanken, wie ich aussehe. Ich mag Mode und habe Spaß an Fotoshootings – auch gerne zusammen mit meinem Hund, der mich bei all dem stressigen Alltag auch super wieder runterholt.

Frage: Ihr Hund Fred hat ja sogar einen eigenen Instagram-Account…

JG: Ja – unter @poodlelittlefred. Ich nutze den Account aber eher als ein Fotoalbum, das ich anschaue, wenn ich zum Beispiel beruflich unterwegs bin und meinen Hund vermisse. Aber mittlerweile spielt Fred ja sogar ein berufliche Rolle – in unserem Podcast „Auf die Schnauze! Haustiere und ihre Promis!“, den ich mit meiner Freundin Christine Langner zusammen mache. Ich nehme Fred manchmal mit zu den Aufnahmen. Allerdings bellt er dabei auch manchmal ins Gespräch! Zuletzt waren wir bei Moderatorin Andrea Ballschuh zu Gast und als Andreas Hündin Shia das Wohnzimmer betreten wollte, hat Fred sie gleich in ihre Schranken gewiesen, er hat die Wohnung gleich als seine übernommen! (lacht)

Frage: Was ist das Besondere an dem Podcast?

JG: Wir sprechen in jeder Folge mit einem Promi über sein Haustier – da waren schon viele tolle Gäste dabei, zum Beispiel Guido Maria Kretschmer, Janine Kunze, Bärbel Schäfer, Thomas Anders, Leon Löwentraut, Nele Neuhaus, Regina Halmich, Roman Weidenfeller, Cornelia Poletto, Cathy Hummels. Die Gespräche sind persönlicher als andere Interviews, die Prominenten verraten mehr, weil ihnen das Thema so am Herzen liegt.

Frage: Was hat sie besonders überrascht?

JG: Zum Beispiel wie emotional auch Männer bei dem Thema werden und dass fast alle Hundebesitzer ihren Liebling ins Bett lassen. Wir übrigens auch! Und wieviel für die Vierbeiner getan wird: Regina Halmich backt Kekse, Guido Maria Kretschmer macht Erdbeereis, Thomas Anders hat in jedem Zimmer ein Körbchen für den Hund. Generell sagt es ja auch viel über einen Menschen aus, wie er mit einem Tier umgeht.

Titelbild:  Marius Rittmeyer

weitere Fotos: Sabine Radtke

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PEOPLE

Yvonne Bhatia – Unternehmerin und Tierschützerin

Wie die Rettung von Hunden Ihr Leben erfüllt!

Als Unternehmer in der freien Wirtschaft lernt man alle Höhen und Tiefen kennen, Erfolg und Rückschläge liegen dicht beeinander. Yvonne Bhatia kennt beide Seiten war sie doch vor Corona eine erfolgreiche Business Frau mit einem Modeunternehmen und hatte als Mutter zweier Kinder auch privat viel zu tun. Doch Corona änderte für sie beruflich alles und sie hat Ihre geschäftlichen Aktivitäten bis auf weiteres eingestelt.  

Eine neue Aufgabe fand sie bei der Tierrettung Internationel e.V., die sich für die Rettung von Straßenhunden und Hunden aus Tötungsstationen von den Azoren, Rumänien und Portugal engagieren. Per Zufall entdeckte Yvonne im Sommer 2020 Ihren ersten von inzwischen zwei Mitbewohnern bei Tierrettung Internationl e.V.. Lange Zeit stand der Wunsch nach einem Vierbeiner im Raum und nun war die richtige Zeit dafür.

Tag für Tag erfreut sich Yvonne an der Lebensfreude der beiden geretteten Tiere. Sie genießt die Dankbarkeit und Zuneigung , die die beiden in Ihr Leben gebracht haben. In 2021 begann Sie, sich mehr mit dem Verein Tierrettung Internationel e.V. und dem Thema der ehrenamtlichenTätigkeit zu beschäftigen. Sie war begeistert von dem besonderen Einsatz der Vereinsmitglieder, sodass Sie selbst ehrenamtliches Mitglied wurde. In Ihr wuchs der Wunsch sich im Verein mehr einzubringen und in der heutigen Zeit etwas gutes zurückgeben zu können. So wurde Sie von der Modeunternehmerin zur Tierretterin. Sie übernahm einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit und versucht weitere Unterstützer für den Verein zu begeistern. Inzwischen ist Yvonne 2. Vorsitzenden des Vereins und durch Ihren Einsatz öffnen sich für den Verein neue Türen.

Titelfoto: Adobe/Stock

Yvonne Bhatia beim Spendensammeln für den Verein Tierrettung International e.V. 

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Herz über Kopf für die Liebe in Nuss

Trotz vieler Rückschläge gab Ebru Erkunt nicht auf. Jetzt lebt sie mit ihrem Nusscreme-Startup HaselHerz ihren Traum von der Selbstständigkeit mit Impact.

HaselHerz-Gründerin Ebru ist das beste Beispiel dafür, dass es sich lohnt, für seine Ziele zu kämpfen. Ihr steiniger Weg hielt einige Hürden bereit, die sie immer wieder auf’s Neue erfolgreich meisterte. Mittlerweile hat sie über eine halbe Million Gläser ihrer Schokocremes verkauft und kann von ihrem Herzensprojekt HaselHerz leben. 30.000 Gläser werden täglich abgefüllt und landen auf den Frühstückstischen der Republik. Die Brand steht für pure Nussliebe ohne Palmöl und weißen Zucker – dafür vegan, glutenfrei und bio. Ihre Aufstriche begeistern mit ultraschokoladigem Geschmack und verzichten auf alles, was ungesund, nicht nachhaltig und unnötig ist.

„Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht oft kurz davor war, aufzugeben. Doch ganz egal wie groß die Herausforderungen auch waren, ich habe für meinen Traum gekämpft. Das macht mich im Nachhinein schon stolz“, resümiert HaselHerz-

Gründerin Ebru Erkunt. Ihre aufregende Reise begann 2014. Ein traditioneller Nuss-Aufstrich war beim Besuch in der Türkei, der Heimat ihrer Eltern, das Highlight. Sie war begeistert vom einzigartigen Geschmack, der aus dem hohen Anteil von Haselnüssen rührte.

Zurück in Deutschland fragt sich Ebru, wieso sie eigentlich darauf verzichten sollte. Ihre

Marktanalyse ergab, dass sich zwar Nuss-Nougat-Cremes in den Regalen stapeln, von einer Alternative ohne weißen Zucker und Palmöl aber weit und breit keine Spur ist. Sie beschließt kurzerhand, ihr eigenes Produkt herzustellen. Zusätzlicher Antrieb: Ebrus Liebe zu Orang Utans sowie der Schutz der Regenwälder. „Schokoaufstriche sind zwar nur ein Produkt unter vielen, das mit Palmöl produziert wird, aber ich möchte mit Haselherz einen Beitrag leisten und Bewusstsein für das Thema schaffen. Es geht ohne Palmöl – auch wenn uns die Lebensmittelindustrie etwas anderes vermitteln will.“

Der Verzicht auf Palmöl und raffinierten Zucker war für Ebru von Anfang an glasklar. Und auch vegan und bio sollte es sein. „Was heute bei einer bewussten Ernährung ganz selbstverständlich und voll im Trend ist, war damals ein Nischenthema. Für mich war es der Ausgangspunkt meiner Gründung“, erinnert sich Ebru. Direkt Feuer und Flamme für ihre Idee, stand sie im Februar 2014, nur fünf Monate nach ihrer ersten Recherche, mit vier eigenen Nusscremes auf der Biofach-Messe.

Zwei Jahre lang arbeitete die unerschütterliche Gründerin neben ihrem Projekt weiterhin Vollzeit als Beraterin in einer Marketingagentur. „Rückblickend war das eine herausfordernde Zeit. Ich kann nicht sagen, woher ich die Kraft genommen habe, den Workload, den HaselHerz mit sich brachte, neben dem Tagesjob zu stemmen“, denkt Ebru zurück. Nachdem ihr erste Muster externer Produktionen nicht hundertprozentig zusagten, entschloss sie sich, ihre Aufstriche selbst herzustellen.

Sie mietete sie sich eine gewerbliche Küche in ihrer Wahlheimat Hamburg und begann mit Küchenmaschinen, die sie von ihren Ersparnissen angeschafft hatte, ihre ersten Nuss- und Schokocremes zu produzieren. Nach Feierabend sowie am Wochenende stand sie in der Küche, um die HaselHerz-Cremes herzustellen. In acht Stunden schaffte sie mit etwas Übung bis zu 200 Gläser. Für einen Großauftrag, der 3.200 Gläser umfasste, reiste extra ihre Familie aus Nordrheinwestphalen an: „Es war ein Kraftakt, rücklickend aber auch sehr schön! Ich habe daraus gelernt: Wenn es sein muss, geht alles!“ sagt Ebru.

Erst 2017 gab sie ihren Hauptjob auf, um sich voll und ganz HaselHerz widmen zu können. Doch von mehr Zeit war deshalb keine Rede. Ebru stellte ein komplettes Unternehmen in einer Person dar: Einkauf, Buchhaltung, Marketing, Vertrieb, Produktion, Verkauf. Im selben Jahr beschloss sie schließlich, ihre Aufstriche extern produzieren zu lassen. Doch aufgrund der geringen Auftragsmengen stellte sich heraus, dass dies schwerer war als gedacht. Auch die Vorfinanzierung stellte eine Herausforderung dar, da sie mehr Ausgaben als Einnahmen hatte. Die Folge: Der finanzielle Druck wurde immer größer. „Meinen persönlichen Tiefpunkt hatte ich, als mein Lieferant mir ohne Vorwarnung keine Produkte auslieferte. So brachen nicht nur die Einnahmen weg, sondern Haselherz wurde auch aus den Regalen im Einzelhandel ausgelistet, weil keine Ware kam.“ Keine Produkte, keine Einnahmen, Listung futsch, Motivation am Tiefpunkt. Die sechs Monate Lehrlauf kann sie nur überbrücken, indem sie am Flughafen als Bodenpersonal jobbt. „Rückschäge sind demotivierend, aber wenn man für seinen Traum brennt, kommt die Motivation auch rechtzeitig wieder zurück.“

Doch diese Zeiten sind inzwischen Geschichte. Mit einem Handelsumsatz von über 2 Millionen Euro, und einer Produktion von über 30.000 Aufstrichen täglich, ist sie von ihren Anfängen heute weit entfernt. Finanzierte sich Ebru anfangs lediglich mit eigenen Ersparnissen, Unterstützung ihrer Familie und einem Gründer-Kredit, konnte sie 2021 in der VOX-Gründer Show „Die Höhle der Löwen“ Ralf Dümmel als Investor gewinnen. Fünf Jahre lang in Folge hatte sie sich beworben, bevor ihr Traum wahr wurde. Sie durfte in der Show pitchen und der Unternehmer stieg für einen Anteil von 25% mit einem Invest von 80.000 Euro bei HaselHerz ein. Es folgten eine Sortimentserweiterung und ein neues Preismodell.

Als Ebru mit ihrer Produktion begann, stellte sie vier Nusscremes her. 2018 erweiterte sie ihr Sortiment um die Nuss Nougat-Aufstriche und Schokoladen, 2021 um eine nicht-vegane Variante. Mittlerweile gibt es vier Cremes – zwei Nuss- sowie zwei Schokocremes – und zwei vegane Schokoladen. Das Besondere an den Produkten von HaselHerz ist, dass sie weder Palmöl noch raffinierten Zucker enthalten und alle Zutaten der sehr kurzen Zutatenliste Bio-zertifiziert sind. Gängige Schokoaufstriche sorgen durch den hohen Zuckergehalt und unnötig viele Zutaten häufig für ein schlechtes Bauchgefühl und Gewissen. Nicht bei HaselHerz: Hier wird weißer Zucker durch Pekmez – Traubenmelasse nach türkischem Rezept – oder Kokosblütenzucker ersetzt und die Zutatenliste ist auf das Nötigste reduziert. Das gesamte Sortiment ist zudem glutenfrei.

Palmöl-Verzicht ist für Ebru eine Herzensangelegenheit. „Palmöl ist nicht nur ungesund, sondern auch eine riesige Belastung für unseren Planeten. Da Pflanzenfett in tropischen Regionen angebaut wird, muss dort vorher der Regenwald gerodet werden. Etwas, dass ich auf gar keinen Fall unterstützen kann! Denn er ist nicht nur wichtig für unser Klima, sondern auch der Lebensraum für Orang-Utans und viele weitere Tiere “, so Ebru. Da sie der Umwelt etwas zurückgeben möchte, unterstützt sie ein Auswilderungsprojekt für Orang-Utans auf Sumatra.

„Die Teilnahme bei Die Höhle der Löwen hat HaselHerz einen großen Push gegeben“, freut sich Ebru Erkunt. Aktuell unterstützen sie eine Grafikerin und eine Social media-Managerin bei ihrer Arbeit, alles andere stemmt sie noch allein. Doch das soll sich bald ändern: Sie ist auf der Suche nach Mitarbeitern und will bald in ihr erstes eigenes Büro ziehen. Und auch das Produktsortiment steht nicht still. Bald wird es zwei neue Produkte geben, eine Creme sowie etwas ganz Neues für HaselHerz. „Es macht mich unheimlich glücklich, zu sehen, wie HaselHerz wächst und sich entwickelt. Ich freue mich unglaublich auf alles, was kommt und bin schon gespannt auf die nächsten Herausforderungen“, so Ebru.

Die Haselherz Produkte sind in mehr als 1.000 Rewe Märkten, ausgewählten Einzelhandelspartnern (u.a. Denns Bio, baasic, vollcorner) sowie auf www.haselherz.de erhältlich.

 Fotocredit: HaselHerz