Interview Luca Voss - Foto: Pierre Lang
Interview Luca Voss - Foto: Pierre Lang

Ein Lustiger Zufall Ein Interview mit Newcomer Musiker Luca Voss

„Hör auf dein Herz, hör auf deine Intuition.“ Während des Interviews mit Luca Voss, einem Singer-Songwriter, merke ich schnell, dass er ein Typ ist, von dem man in Zukunft noch so einiges mitbekommen wird. Ich erreiche ihn per Telefon; er hat gerade Mittagspause auf der Arbeit und spaziert durch das regnerische Hamburg. Seine offene Art gibt mir die Möglichkeit meine Interviewplanung über den Haufen zu werfen und es entwickelt sich ein Gespräch. 

Stell dich doch einfach erstmal vor. Was sollten die Leute über dich wissen.

Ja ich bin Luca, bin 25 Jahre alt und komme aus der Nähe von Bremen und schreibe Songs und produziere selbst seitdem ich 16 bin, hatte dann allerdings ein Jahr meinen musikalischen Weg verloren und bin dann durch einen lustigen Zufall wieder dahin zurückgekommen und hab dann jetzt so seit zwei Jahren für mich entdeckt, dass das meine große Leidenschaft ist. Hauptberuflich mache ich das alles noch nicht. Ich arbeite als Personal Assistance in einer Modelagentur. 

Was heißt denn „lustiger Zufall“?

Ich habe meine Ausbildung beim NDR gemacht als Veranstaltungstechniker und an meinem letzten Tag habe ich vor der Tür noch mit einem Azubi-Kollegen gequatscht und dann kam ein Sprecher von der Tagesschau. Dem wurde irgendwie ein Song von mir gezeigt und er meinte dann: „Der eine Ton da hat mir irgendwie gut gefallen, deine Stimme hat Seele. Also falls du mal ein Demo hast oder mal Lust hast, was aufzunehmen, kenne ich da einen Produzenten. Mit dem bringe ich dich mal zusammen.“ Das war so ein bisschen ein Wachrüttler. Dann bin ich zu Michel van Dyke das ist ein richtig krasser Songwriter, und die haben mich dann so ein bisschen unter die Fittiche genommen. Zu dem Zeitpunkt habe ich auch noch auf Englisch gesungen und mit Universal hatten wir dann ein Gespräch aber ich habe da bemerkt, dass ich mich in meiner Muttersprache am besten ausdrücken kann. Michel hat mich dann auch mit einem Studenten zusammengebracht, weil der an einer Uni Musik unterrichtet, und mit dem habe ich dann meinen ersten Song auf Deutsch aufgenommen und produziert. Ich habe auch noch drei weitere Songs in der Pipeline und das Ziel ist auf jeden Fall 2023 das alles rauszubringen.

Oh wow, echt crazy. Hattest du denn schon Auftritte mit deiner Musik?

Ja, ich hatte auf jeden Fall schon ein paar Auftritte. Seit letztem Jahr hat sich das so ein bisschen angebahnt. Jetzt nächsten Samstag spiele ich auch wieder in so einem Vintage Store und dann die Woche drauf spiele ich bei Modelwerk bei einer Feier, genau.

Du hast eben schon ein bisschen über deine Musik gesprochen, aber woher nimmst du denn eigentlich deine Inspiration? Was willst du den Leuten damit über dich zeigen?

Ich bin ein sensibler Mensch. Also ich kann für mich sagen, dass ich mit meinen 25 Jahren schon viel erlebt habe. Jeder hat ja irgendwie so seine Schicksalsschläge und bei mir waren das eben viele Umzüge, ich glaub ich bin schon so 20-mal umgezogen oder so und ich war eine Zeit lang auch krank. Das alles stecke ich in meine Musik rein und hoffe, dass ich damit Menschen berühren kann, die sich dann vielleicht damit identifizieren können, um vielleicht dadurch auch einen besseren Zugang zu ihren Emotionen bekommen können. Das ist so mein Herzenswunsch. 

Voll schön! Das sind ja gerade heutzutage auch sehr wichtige Themen in der Gesellschaft. Okay. Du hast vorhin gesagt, du wohnst jetzt in Hamburg. Wie sieht denn so dein Alltag aus im Moment?

Ich stehe aktuell jeden Tag um 5 Uhr auf und geh´ erstmal ins Gym um eine Stunde zu trainieren. Natürlich zu Fuß, um auch meine Steps reinzubekommen. Dann gehts um neun Uhr auf die Arbeit und da sitze ich ja auch viel. Ich achte sehr auf meiner Gesundheit, ich bin auch sportbegeistert. Nach der Arbeit geht es dann meist nach Hause, wo ich dann auch die meiste Zeit in Musik investiere. Ich bastele rum, nehme Sachen auf und mache halt das, was so anfällt. Ab und zu habe ich auch noch Vocal Coaching.

Gehst du auch ab und zu mal feiern?

Ja auf jeden Fall. Am liebsten zu RnB oder HipHop. Bin aber auch sehr interessiert an anderen Musikrichtungen. Ich höre zum Beispiel privat sehr viel Metal, seitdem ich zwölf bin oder so, obwohl meine eigene Musik ja ganz anders ist. Die ist eher so Deutschpop.

Wie sind denn deine Pläne für die Zukunft? Das sagtest du eben schon: 2023 wird dein Jahr?

Ja, der Plan ist auf jeden Fall nächstes Jahr meine Songs nach und nach zu droppen, bestenfalls alle mit Video. Vielleicht werden es auch mehr Songs aber bis jetzt soll das eine Art EP werden.

Das war es jetzt schon fast hier mit dem Interview, aber willst du den Menschen noch irgendetwas über dich erzählen? Was sollten die Leute wissen, wenn sie deine Musik hören?

Ich würde auf jeden Fall sagen: Hör auf dein Herz, hör auf deine Intuition. Wir wissen, glaube ich, schon vieles. Also wie wir es machen sollen obwohl wir so oft mit uns im Konflikt stehen, aber eigentlich wissen wir schon die Antwort für so viele Dinge. Ich denke so eine Zuversicht fehlt vielen Menschen und ich denke, dass man durch diese eigene Zuversicht wieder zu sich selbst findet. 

Wir unterhalten uns noch eine Weile, er lädt mich zu seinem nächsten Auftritt nach Hamburg ein und wir beenden das Telefonat mit einem „Hau rein!“. Luca Voss sollte man auf jeden Fall auf dem Schirm behalten.

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