Faszinierende urbane Perspektiven von Martin Köster

Die Affordable Art Fair macht die zeitgenössische Kunst greifbar und gibt einen breiten Überblick über die Werke von lokalen und internationalen Kreativen. Da dürfen auch Martin Kösters Bilder nicht fehlen. Der 1988 in Hannover geborene Künstler hat sich als „Stadtmaler“ einen Namen gemacht und sich mit seinen urbanen Motiven eine treue Fangemeinde erarbeitet. Um die Metropolen aus den spannendsten Blickwinkeln einfangen zu können, hebt er, wie in New York, auch schon mal mit dem Helikopter ab. Licht spielt bei seinen Darstellungen eine zentrale Rolle.

In der Straßenbahn nahm die Karriere Fahrt auf 

Nach eigenen Angaben zeichnete Martin Köster bereits sein ganzes Leben mit Bleistift und Kohle, da ihm die Motive in schwarz-weiß besser gefielen als farbig. Mit Mitte 20 begann er schließlich mit der Stadtmalerei und vollendete er sein erstes Bild im Atelier eines Freundes. Als er dieses nach Huse transportieren wollte, wurde sein Talent wortwörtlich auf der Straße beziehungsweise in der Straßenbahn entdeckt. Dort sprach ihn nämlich ein Mitpassagier an und kaufte ihm sein Gemälde für kleines Geld ab. Dieses Erlebnis, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, sieht er als Startpunkt seiner Künstlerlaufbahn. Mittlerweile stellt er seine Werke auch international aus.

Der Stadtmaler im Interview

Martin Köster lässt uns hinter die Kulissen seiner Arbeit schauen und berichtet von seinem Blick auf den Großstadtdschungel:

Du hast bereits zahlreiche Metropolen bereist. Gibt es ein Lieblingsstadt oder eine, die sich für deine Kunst besonders gut eignet?
Alle Städte mit hohen Gebäuden ziehen mich an! Ich mag diese riesigen Häuserschluchten, die sich zu beiden Seiten vor einem aufbäu- men. Das Licht, wenn es in die engen Straßenschneisen hereinbricht. Das internationale Flair der Menschen, die sich in der gleichen Stadt begegnen und austauschen. 

Malst du nur Städte, die du schon selbst besucht hast oder nimmst du auch Fotos als Vorlage?
Wenn ich eine Ausstellung in einer Stadt habe, dann reise ich meist ein paar Tage früher an. Ich lasse mich dann in der Stadt treiben und suche nach Motiven, die ich malen kann. Wenn die Zeit es zu lässt, dann male ich direkt in den Straßen oder auf den Gebäuden eine Skizze. Wenn ich die Zeit nicht habe, oder mich die exakte Szenerie fasziniert, dann fange ich den Moment mit einem Foto ein. Diese Fotos krame ich, zurück in meinem Atelier, dann heraus und fange an sie zu malen. Fotos von Städten, in die ich bisher noch nicht gereist bin, funktionieren für mich nicht so gut. Es fehlt dann der Bezug zu der Stadt. Die Gemälde versprühen dann nicht so eine Stimmung, da ich eine Stadt nur malen kann, wenn ich das Flair gespürt habe. 

Welche Stadt würdest du gerne noch sehen und auf der Leinwand verewigen?
Es gibt noch so viele Städte, die ich noch nicht gesehen habe. Wenn ich alt bin, möchte ich alle besonderen Städte dieser Welt gemalt haben. Ich muss also gesund leben, denn meine Liste ist lang (lacht). 

Du hast inzwischen bereits einige Erfahrungen mit Ausstellungen sammeln könne, auch international. Nun zeigst du deine Kunst auf der Affordable Art Fair. Was ist aus deiner Sicht das Besondere an diesem Event?
Viele internationale Ausstellungen werden oft groß inszeniert. Das macht Spaß und ist beein- druckend, aber manchmal hat man das Gefühl die Kunst kommt etwas zu kurz. Auf der AFF
in Hamburg ist dies anders. Die Ausstellung ist konzentriert auf das Wesentliche der Kunst. Das Flair ist bodenständig und das gefällt mir. Aus den letzten zwei Malen bei der AFF habe ich so viele gute Gespräche und Ideen für meine Kunst mit in mein Atelier genommen. Davon konnte ich mich noch Wochen später ernähren. Ich freue mich wieder dabei sein und dieses Jahr so viele Arbeiten zeigen zu dürfen. 

 

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