Kampf. Kunst. Tanz.

Capoeira

Kampf. Kunst. Tanz.

Tradition – die bis heute bewegt

 

 

Sicher hat jemand schon mal von Capoeira gehört oder den einen oder anderen Trainerenden im Park gesehen. Die Sportart geht auf eine Mischung aus afrikanischen und brasilianischen Kampf und Tanztechniken zurück. Und genau diese Kombination unterschiedlicher Stile und Bewegungsabläufe macht diesen Sport so faszinierend.

Seine Wurzeln liegen in der Sklaverei. Aus Afrika verschleppte Männer und Frauen bewahrten einen Teil ihrer Kultur auch auf dem neuen Kontinent. Es ist mehr als rituelles Erbe. Es ist ein Symbol des Widerstands.

Natureza Oficinada lernte die Sportart als Kind auf Straßen kennen und lieben. Nach einem schweren Verlust im engsten Familienkreis entschloss sie sich, sich voll und ganz diesem Sport zu widmen. Ein Ventil zum Rauslassen von Emotionen. Ein Refugium, in das sie sich zurückziehen konnte.

Durch Capoeira lernte sie früh Verantwortung für andere zu übernehmen. Mit gerade einmal 16 Jahren übernahm sie zwei Projekte mit Straßenkindern. Seit 2008 ist sie auch international unterwegs. Unter anderem mit Stationen in England, Trinidad Tobago, Holland, Portugal und schließlich auch Deutschland.

In Holland stieß sie auf Bevormundung und Diskriminierung seitens der männlichen Kollegen. Mitsportler, die sie rein aufgrund ihres Geschlechts abwertend behandelten. Doch anstatt zu zerbrechen oder sich zurück zu ziehen, nahm sie die Herausforderung an.

Durch ihr Umfeld und den Glauben an sich selbst sammelte sie neue Kraft. Sie startete ihr eigenes Frauennetzwerk innerhalb des Sports.

Seit nunmehr 10 Jahren lebt sie in Deutschland zusammen mit ihrem Sohn Fernando Caetano. Vor 3 Jahren gründete sie ihren Verein Natu. Capoeira e. V.. Ein echtes Herzensprojekt, dem sie viel Zeit und Schweiß widmet. Stetig feilt sie an der eigenen Technik und den Bewegungen.

Doch wie bei allen anderen Sportarten auch, blieb ihr Verein von den Folgen der Pandemie nicht verschont. Veranstaltungen blieben aus. Feste wurden abgesagt. Der allgemeine Unterricht kam zum Erliegen.

Neben dem Sport arbeitet sie als Betreuungskraft in einer Grundschule. Auch hier versucht sie seit Jahren, ihre Begeisterung für diese alte Tradition an die nächste Generation weiterzugeben.

 

Credit:

Natureza Oficinada

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