Opening-Salon-der-Gegenwart_HH-Grosser-Burstah

„Hungrig auf Kunst“ Salon der Gegenwart 2022 stößt auf großes Echo

Zum zwölften Mal lud das Ehepaar Margarita und Christian Holle zum Salon der Gegenwart. Diesmal ging es an den ehemaligen Standort des Habitat-Möbelhauses im Großen Burstah. Das Konzept ist so einfach wie genial: gezeigt werden jährlich neue Künstler, die ihren akademischen Abschluss möglichst erst im laufenden Jahr gemacht haben. In dieser Mission sind die beiden in ganz Deutschland unterwegs und besuchen Hochschulen, Messen und auch den Künstlernachwuchs in deren Ateliers. Ziel ist es dabei, dem norddeutschen Publikum den talentiertesten Nachwuchs und die interessantesten Arbeiten der jungen Malerei zu zeigen – und das zu Einstiegspreisen.  Wir unterhielten uns mit einem der beiden Macher über des frisch abgelaufenen diesjährigen Salon.

Christian Holle, Sie wollen ihren kunstinteressierten Gästen stets den talentiertesten künstlerischen Nachwuchs im Bereich präsentieren. Die Preise sollen moderat und auch für Einsteiger interessant sein. Ist das dieses Jahr auch gelungen?

Ich glaube ja, der niedrigste Preis für ein Bild war 600 Euro.

Sie werden sicher keine Zahlen nennen wollen, aber vielleicht können Sie es ja allgemein formulieren. Wie ist ihr Fazit?

Wir hatten ein sehr gut besuchtes und erfolgreiches Ausstellungswochenende. Ich denke, alle, die vor Ort waren, hatten eine tolle Zeit, konnten mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen und an den Führungen teilnehmen. Insgesamt waren 27 Künstlerinnen und Künstler ohne Galerie dabei. Davon haben fast alle mindestens eine Arbeit verkaufen können. Wichtig ist für uns hervorzuheben, dass der Salon der Gegenwart hiervon keinen Cent bekommt!

War der Salon der Gegenwart 2022 also für die Künstler eine kommerziell erfolgreiche Veranstaltung?

Der Salon der Gegenwart ist im Allgemeinen keine kommerzielle Veranstaltung. Ein kommerzieller Gedanke steht bei uns daher nicht im Vordergrund; bei kostenfreiem Eintritt und Vermittlungsprogramm möchten wir Hemmschwellen abbauen und allen Interessierten die Möglichkeit geben, mit Kunst in Kontakt zu kommen. Dennoch sind die oben genannten Ergebnisse für die Künstler/-innen wichtig und dementsprechend war die Veranstaltung für sie auch unter diesem Aspekt ein Erfolg.

Wie war Ihr Eindruck, speziell aus der Perspektive der Post-Corona-Zeit betrachtet?

Da der Salon der Gegenwart auch 2020 und 2021 unter Berücksichtigung einiger Schutzmaßnahmen stattfinden konnte, haben wir keinen Unterschied gemerkt. Spannend wird es sein, wie die wirtschaftliche Krise sich auf das Jahr 2023 auswirkt.

Die Pandemie ist zwar offiziell noch nicht ganz vorbei, aber Events wie der Salon der Gegenwart sind wieder möglich. Sind die Menschen wieder „hungrig“ auf Kunst oder hat sich dauerhaft etwas verändert?

Definitiv wollen die Menschen wieder Kunst sehen und erleben. Nein, wir haben keine Zurückhaltung gespürt.

Die bei Ihnen gezeigte Kunst ist ja durchaus kunterbunt, wenn man es böse mit Ihnen meinen würde, könnte man auch sagen: „Kraut & Rüben“… wie hat sich dieser teilweise doch radikale Mix von sehr vielen verschiedenen Stilrichtungen bewährt in 2022?

Der Salon der Gegenwart ist keine kuratierte Ausstellung, dementsprechend unterliegt die Auswahl keinem inhaltlichen Thema. „Kunterbunt“ ist meines Erachtens ein wenig übertrieben, aber wir geben den aktuellen Zeitgeist wieder. Der kann gerne als „kunterbunt“ bezeichnet werden.

Wohin geht die junge Kunst derzeit?

Derzeit eher in Richtung figurative Malerei.

Haben Sie auch einige namentliche Beispiele mit deren Werken für mich?

Severine Meier, Annemarie Faupel und Navot Miller beispielsweise.

Auf der Suche nach geeigneter Kunst sind Sie ja immer in ganz Deutschland unterwegs. Wo waren Sie denn in den vergangenen 12 Monaten besonders fündig?

In München, Düsseldorf, Münster und Berlin.

Und wie war die Ausbeute aus regionaler Sicht? Wie stark war Hamburg/Norddeutschland auf dem 12. Salon der Gegenwart vertreten?

Mit Greta Rauer und Conrad Hübbe waren aus Hamburg zwei spannende Positionen dabi.

Zum Standort in Hamburg, Am Großen Burstah 32: das sind ehemalige Räume von Habitat, die sich als hervorragend geeignet erwiesen haben. Das ehemalige Möbelhaus bot eine perfekte Beleuchtung, glatte, renovierte Böden, weiß gestrichene Wände – also alles, was man sich als Galerist so wünscht. Und natürlich: sehr viel Quadratmeter Platz für Kunst. Wenn die Räumlichkeit bis 2023 nicht vermietet sein sollte, werden Sie eventuell auch wieder da hingehen?

Gerne. Es waren tolle Räumlichkeiten.

Wollen Sie uns eventuell eine Andeutung machen, was 2023 passieren wird?

Sie können sich schon jetzt auf 30 neue faszinierende Künstler freuen!

salondergegenwart
info@salondergegenwart.de
www.salondergegenwart.de
040 70 29-5015

Text von Cetin Yaman

 

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